Increment
Commitment: Definition of Done
Übungsfragen zu Increment (7)
❌Nur am Ende des Sprints
❌Beim Sprint Planning
✅Sobald ein Product-Backlog-Item die Definition of Done erfüllt
❌Erst beim Release an den Kunden
Ein Increment entsteht, sobald ein Backlog-Item die Definition of Done erfüllt – das kann mehrmals pro Sprint passieren. Es muss nicht bis Sprint-Ende warten.
❌Die Summe aller im Sprint begonnenen Aufgaben
❌Die im Sprint Planning ausgewählte Arbeitsmenge
✅Ein konkreter Schritt in Richtung Product Goal, der nutzbar ist und die Definition of Done erfüllt
❌Ein Prototyp zur Demonstration im Sprint Review
Ein Increment ist additiv zu allen vorherigen Increments, verifiziert nutzbar und erfüllt zwingend die Definition of Done.
❌Keines, wenn das Sprint-Ziel nicht erreicht wurde
❌Genau eines, am Sprintende
❌Höchstens eines pro Woche
✅Mehrere – ein Increment kann geliefert werden, sobald es fertig ist
Mehrere Increments pro Sprint sind ausdrücklich möglich. Die Auslieferung darf nicht bis zum Sprint Review warten.
✅Sie gilt nicht als Teil des Increments, wird nicht präsentiert und geht zurück ins Product Backlog
❌Sie kann übergeben werden, wenn der Product Owner zustimmt
❌Sie wird ins nächste Sprint Backlog übernommen und dort weitergezählt
❌Sie wird als "zu 90 % fertig" im Sprint Review gezeigt
Es gibt kein "fast fertig". Arbeit ohne erfüllte Definition of Done ist kein Increment und kehrt ins Product Backlog zurück.
✍️ OffenErklären Sie den Unterschied zwischen "fertig" im Sinne der Definition of Done und "ausgeliefert", und warum diese Unterscheidung wichtig ist.
Musterantwort: Fertig im Sinne der Definition of Done bedeutet, dass ein Increment den vereinbarten Qualitätszustand erreicht hat und damit potenziell nutzbar ist: Es ist getestet, integriert, dokumentiert und erfüllt alle Kriterien, die das Scrum Team oder die Organisation festgelegt hat. Ausgeliefert bedeutet, dass dieses Increment tatsächlich an Nutzer gegeben wurde. Scrum verlangt, dass am Sprint-Ende ein fertiges Increment vorliegt, aber es verlangt nicht, dass es ausgeliefert wird. Über die Auslieferung entscheidet der Product Owner, und zwar nach fachlichen Erwägungen wie Marktzeitpunkt, Bündelung mehrerer Funktionen oder regulatorischen Rahmenbedingungen. Die Unterscheidung ist wichtig, weil sonst zwei Fehler entstehen. Der erste besteht darin, "nicht ausgeliefert" als Rechtfertigung dafür zu nehmen, dass Arbeit auch nicht fertiggestellt werden muss; damit wächst unsichtbare Restarbeit. Der zweite besteht darin, eine Auslieferung zu erzwingen, obwohl sie fachlich unsinnig ist. Entscheidend ist die Handlungsfähigkeit: Das Produkt muss jederzeit auslieferbar sein, damit die Entscheidung über den Zeitpunkt eine freie bleibt und nicht vom technischen Zustand diktiert wird.
❌Nein, pro Sprint darf nur ein Increment entstehen
❌Ja, aber nur mit Zustimmung des Scrum Masters
❌Nein, eine Auslieferung ist erst nach dem Sprint Review möglich
✅Ja – sobald Arbeit die Definition of Done erfüllt, kann sie ausgeliefert werden; darüber entscheidet der Product Owner
Der Sprint ist ein Takt für Inspektion und Adaption, keine Auslieferungssperre. Mehrere Increments je Sprint sind ausdrücklich möglich.
☝️ SingleEin Team liefert im Sprint ein Increment, das die Definition of Done erfüllt, aber nicht zum Sprint-Ziel beiträgt, weil das Ziel verfehlt wurde. Wie ist das einzuordnen?
❌Es ist kein Increment, da es nicht zum Sprint-Ziel beiträgt
❌Es darf im Sprint Review nicht gezeigt werden
❌Es muss im nächsten Sprint erneut bearbeitet werden
✅Es bleibt ein gültiges Increment; Definition of Done und Sprint-Ziel sind zwei verschiedene Commitments und werden unabhängig voneinander beurteilt
Die Definition of Done ist das Commitment zum Increment, das Sprint-Ziel das Commitment zum Sprint Backlog. Fertige Arbeit bleibt fertig, auch wenn das Ziel verfehlt wurde. Warum es verfehlt wurde, gehört in die Retrospektive.