Wirtschaftlichkeit [Praxis]

3 Übungsfragen mit Lösung und Erklärung.

☝️ SingleWas beschreibt "Cost of Delay" konkret?
Die Mehrkosten durch Überstunden am Sprint-Ende
Die wirtschaftlichen Kosten, die dadurch entstehen, dass eine Funktion später statt früher verfügbar ist
Die Kosten für die Verlängerung eines Sprints
Die Kosten verspäteter Rechnungsstellung an den Kunden
Cost of Delay macht Zeit zu einer wirtschaftlichen Größe. Erst dadurch lässt sich beantworten, ob es sich lohnt, einen Eintrag vorzuziehen – und das ist letztlich die Kernfrage jeder Priorisierung.
☝️ SingleWarum sind versunkene Kosten (Sunk Cost) für die Priorisierungsentscheidung eines Product Owners irrelevant?
Weil sie nach Sprint-Ende automatisch abgeschrieben werden
Weil bereits ausgegebener Aufwand nicht zurückzuholen ist und die Entscheidung sich allein am künftigen Nutzen im Verhältnis zum künftigen Aufwand bemessen muss
Weil Aufwände in Scrum grundsätzlich nicht erfasst werden
Weil der Scrum Master über Budgetfragen entscheidet
Der Sunk-Cost-Fehlschluss ist im Produktumfeld besonders teuer: "Wir haben schon so viel investiert" ist eines der häufigsten Argumente dafür, an einer erkennbar wertlosen Funktion festzuhalten.
☝️ SingleEin Auftraggeber möchte agil arbeiten, verlangt aber einen Vertrag mit festem Preis und festem Umfang. Welcher Ansatz passt am besten?
Ein Vertragsmodell mit festem Budget und fester Zeit, aber verhandelbarem Umfang, etwa nach dem Prinzip "money for nothing, change for free"
Ein klassischer Festpreisvertrag über den vollständigen Umfang, ergänzt um Sprints
Ein Vertrag ohne Leistungsbeschreibung, da Agilität Verträge ausschließt
Ein reiner Aufwandsvertrag ohne jede Obergrenze
Fixe Zeit, fixes Budget, flexibler Umfang ist die agile Standardantwort. Der Kunde behält seine Planungssicherheit bei Kosten und Termin und gewinnt zugleich die Möglichkeit, den Inhalt nach neuen Erkenntnissen zu steuern.
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