✍️ OffenErklären Sie den Unterschied zwischen Output und Outcome und warum diese Unterscheidung für einen Product Owner zentral ist.
Musterantwort: Output ist das, was geliefert wurde, also Funktionen, Increments oder Releases. Outcome ist die Veränderung, die dadurch beim Nutzer oder im Geschäft eintritt, etwa dass eine Aufgabe schneller erledigt wird, weniger Supportanfragen entstehen oder mehr Nutzer einen Prozess abschließen. Die Unterscheidung ist zentral, weil Output leicht zu messen und leicht zu steigern ist, ohne dass Wert entsteht: Ein Team kann viele Funktionen liefern, die kaum genutzt werden. Ein Product Owner, der nach Output steuert, optimiert Beschäftigung; wer nach Outcome steuert, optimiert Wirkung und kann Dinge auch bewusst weglassen. Praktisch heißt das, vor der Umsetzung eine überprüfbare Wirkungsannahme zu formulieren, nach der Auslieferung an echten Nutzungsdaten zu prüfen und das Product Backlog daraufhin anzupassen. Damit schließt sich der empirische Regelkreis auf Produktebene, so wie Inspektion und Adaption ihn auf Sprintebene schließen.
Bewertet werden: klare Definition beider Begriffe + Beispiel + Begründung warum Output-Steuerung in die Irre führt + praktische Konsequenz (Wirkungsannahme vorab, Überprüfung an Daten, Backlog anpassen) + Bezug zur Empirie.