Stakeholder [Praxis]

8 Übungsfragen mit Lösung und Erklärung.

☝️ SingleWie geht ein Product Owner mit widersprüchlichen Stakeholder-Wünschen um?
Er setzt alle Wünsche um, in der Reihenfolge des Eingangs
Er verschafft sich Klarheit über Nutzen und Risiko, entscheidet und macht die Entscheidung mit Begründung transparent
Er lässt die Stakeholder abstimmen
Er überlässt die Entscheidung dem Management
Der Product Owner entscheidet. Transparente Begründungen erhalten die Zusammenarbeit auch dann, wenn ein Wunsch nicht umgesetzt wird.
☝️ SingleWelches Event ist die wichtigste regelmäßige Gelegenheit zur Zusammenarbeit mit Stakeholdern?
Das Daily Scrum
Die Sprint Retrospective
Das Sprint Review
Das Sprint Planning
Im Sprint Review inspizieren Scrum Team und Stakeholder gemeinsam das Increment und passen das Product Backlog an.
☝️ SingleWarum sollte der Product Owner den direkten Kontakt zwischen Developers und Nutzern zulassen und fördern?
Weil unmittelbares Verständnis der Nutzerbedürfnisse zu besseren Lösungen führt, als jede Weitergabe über Zwischenstufen es kann
Weil der Scrum Guide direkte Nutzergespräche vorschreibt
Weil er dadurch selbst weniger Verantwortung trägt
Weil sich dadurch die Schätzungen verbessern
Der Product Owner bleibt entscheidungsbefugt, muss aber nicht alleiniger Kanal sein. Er als Flaschenhals kostet Verständnis und Zeit.
☝️ SingleWie ordnet eine Stakeholder-Matrix nach Macht und Interesse die Beteiligten ein?
Nur zahlende Kunden werden berücksichtigt
Die Einordnung erfolgt nach der Reihenfolge der Kontaktaufnahme
Hohe Macht und hohes Interesse werden eng eingebunden, hohe Macht und geringes Interesse zufriedengestellt, geringe Macht und hohes Interesse informiert, der Rest beobachtet
Alle Stakeholder werden gleich behandelt, um Fairness zu wahren
Für den Product Owner ist die Matrix vor allem ein Zeitbudget-Werkzeug: Sie beantwortet, wo die begrenzte Zeit für Abstimmung den größten Unterschied macht.
☝️ SingleEin Stakeholder übergeht den Product Owner und beauftragt Developers direkt. Wie reagiert der Product Owner angemessen?
Er eskaliert sofort an die Geschäftsführung
Er sucht das Gespräch, klärt die Verantwortlichkeit für die Reihenfolge und sorgt dafür, dass der Bedarf über das Product Backlog läuft – ohne den Stakeholder abzuweisen
Er verbietet den Developers jeden Kontakt zu Stakeholdern
Er nimmt den Auftrag hin, um den Konflikt zu vermeiden
Der Bedarf ist meist berechtigt, nur der Weg ist falsch. Wichtig ist, den Weg zu korrigieren, ohne das Anliegen zu entwerten – sonst sucht der Stakeholder sich beim nächsten Mal einen noch verdeckteren Kanal.
☝️ SingleEin Stakeholder mit großem Einfluss zeigt bislang wenig Interesse am Produkt. Welche Strategie ist angemessen?
Ihn mit knapper, gezielter Information versorgen und bei relevanten Entscheidungen einbeziehen, damit kein spätes Erwachen entsteht
Ihn vorerst nicht informieren, solange kein Interesse besteht
Ihn ausschließlich über den allgemeinen Newsletter erreichen
Ihn in alle Detailabstimmungen einladen
Das Risiko dieser Gruppe ist der plötzliche Interessenzuwachs: Wird ein mächtiger Stakeholder spät aufmerksam und findet etwas vor, das ihm missfällt, wirkt sein Einfluss sofort in voller Höhe.
☝️ SingleEin Product Owner sagt einem Stakeholder einen Liefertermin zu, den das Team später nicht hält. Der Stakeholder ist verärgert. Was war der eigentliche Fehler?
Eine Prognose wurde als Zusage kommuniziert, ohne die zugrunde liegende Unsicherheit mitzuliefern
Der Product Owner hätte den Termin mit dem Scrum Master abstimmen müssen
Der Stakeholder hätte nicht nach einem Termin fragen dürfen
Das Team hat zu langsam gearbeitet
Bei komplexer Arbeit sind Termine Wahrscheinlichkeitsaussagen. Wer sie als Zusage weitergibt, verschiebt das Risiko unsichtbar auf den Empfänger. Belastbar ist die Kommunikation als Bandbreite mit Wahrscheinlichkeit, verbunden mit regelmäßiger Aktualisierung.
☝️ SingleZwei Stakeholder fordern widersprüchliche Funktionen, beide mit guter Begründung. Der Product Owner entscheidet sich für eine. Was sollte er zusätzlich tun?
Beide Funktionen in reduzierter Form umsetzen
Die Entscheidung zunächst nicht kommunizieren, um Konflikte zu vermeiden
Die Entscheidung im Sprint Review zur Abstimmung stellen
Die unterlegene Seite über die Entscheidung und ihre Begründung informieren, bevor sie es anderswo erfährt
Die Entscheidung selbst ist unvermeidlich; wie sie kommuniziert wird, entscheidet über die künftige Zusammenarbeit. Ein Kompromiss aus beiden Funktionen liefert oft zwei halbe Lösungen, die niemandem nützen.
← Alle ThemenIm Quiz üben