✍️ OffenBeschreiben Sie, wie ein Scrum Master mit einem Vorgesetzten umgeht, der mitten im Sprint zusätzliche Arbeit direkt bei einzelnen Developers bestellt.
Musterantwort: Zürst versteht der Scrum Master das dahinterliegende Bedürfnis, denn meist steckt echte Dringlichkeit dahinter und keine Böswilligkeit. Dann macht er die Auswirkung transparent: Zusatzarbeit im laufenden Sprint gefährdet das Sprint-Ziel, und Direktbestellungen an Einzelne untergraben die Selbstverwaltung und machen Arbeit unsichtbar. Er erklärt den vorgesehenen Weg: Bedürfnisse gehen an den Product Owner und ins Product Backlog, wo sie gegen anderes abgewogen werden. Für echte Notfälle vereinbart er mit Product Owner und Team einen ausdrücklichen Umgang, statt ihn dem Zufall zu überlassen; im Extremfall kann der Product Owner den Sprint abbrechen. Zugleich stärkt er die Developers darin, solche Anfragen selbst an den Product Owner zu verweisen, damit er nicht dauerhaft als Puffer auftritt. Wiederholt sich das Muster, ist es ein organisationales Impediment und gehört auf die Ebene, die es auflösen kann.
Bewertet werden: Bedürfnis verstehen + Auswirkung auf Sprint-Ziel und Selbstverwaltung transparent machen + Weg über Product Owner und Product Backlog + Notfallregelung bzw. Sprint-Abbruch als Extremfall + Befähigung des Teams statt dauerhafter Pufferrolle.