Prognose [Praxis]

4 Übungsfragen mit Lösung und Erklärung.

☝️ SingleEin Stakeholder verlangt eine verbindliche Zusage, welche Funktionen in sechs Monaten fertig sind. Wie antwortet ein Product Owner angemessen?
Er sagt den vollständigen Umfang verbindlich zu
Er lehnt jede Aussage zur Zukunft ab
Er verweist den Stakeholder an die Developers
Er gibt eine Prognose mit erkennbarer Unsicherheit auf Basis bisheriger Lieferdaten und erklärt, dass sie mit jedem Sprint aktualisiert wird
Prognosen sind möglich und nötig, aber sie sind Wahrscheinlichkeitsaussagen. Als Zusage verkauft, werden sie später zwangsläufig gebrochen.
☝️ SingleWie kann ein Product Owner eine Release-Prognose empirisch untermauern?
Indem er einen Puffer von 20 Prozent auf den geplanten Termin aufschlägt
Indem er die Summe aller Schätzungen durch die Teamgröße teilt
Indem er die Developers zu einer verbindlichen Zusage verpflichtet
Über die bisherige Lieferrate des Teams und den verbleibenden Umfang, dargestellt als Bandbreite statt als einzelnes Datum
Eine Bandbreite ist ehrlicher und zugleich nützlicher als ein Einzeldatum: Sie erlaubt es dem Empfänger, seine eigenen Entscheidungen am Risiko auszurichten, statt Scheinsicherheit einzuplanen.
☝️ SingleWie untermauert ein Product Owner eine Release-Prognose empirisch?
Über die Summe aller Schätzungen geteilt durch die Teamgröße
Über die bisherige Lieferrate und den verbleibenden Umfang, dargestellt als Bandbreite mit Wahrscheinlichkeit statt als einzelnes Datum
Über eine verbindliche Zusage der Developers
Über einen pauschalen Zuschlag von 20 Prozent auf den Wunschtermin
Eine Bandbreite ist ehrlicher und zugleich nützlicher: Sie erlaubt dem Empfänger, seine eigenen Entscheidungen am Risiko auszurichten, statt Scheinsicherheit einzuplanen.
☝️ SingleDas Team hat in den letzten zehn Sprints zwischen 6 und 14 Einträge fertiggestellt, im Mittel 10. Ein Stakeholder fragt, wann 50 Einträge fertig sind. Welche Antwort ist fachlich am saubersten?
Das lässt sich nicht vorhersagen, da Scrum keine Prognosen erlaubt
Genau fünf Sprints, da der Mittelwert bei zehn liegt
Etwa fünf Sprints im Mittel, realistisch aber vier bis acht; die Bandbreite ergibt sich aus der beobachteten Schwankung und wird mit jedem Sprint genauer
Neun Sprints, um auf der sicheren Seite zu sein
Mit dem Mittelwert allein zu rechnen unterschlägt die Schwankung und führt systematisch zu optimistischen Aussagen. Eine reine Verweigerung ist ebenfalls unbrauchbar. Belastbar ist eine Bandbreite, die aus den tatsächlichen Daten stammt.
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